Der Hofkomponist @ Hotel Imperial Wien

Wien ist, als Stadt vieler Attraktionen, nun um eine Seltenheit reicher! Das Hotel Imperial hat mit Emanuel Schulz einen eigenen Haus-und Hofkomponisten engagiert.

Für einen Musikliebhaber ist das Hotel Imperial ein magischer Ort: Hier hat Richard Wagner die Wiener Aufführungen von Tannhäuser und Lohengrin vorbereitet, hier wohnen und wohnten alle großen Musiker, die im Musikverein direkt nebenan Gastspiele haben. Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, aber auch berühmte Künstler des Pop. So hat Michael Jackson seinen Earth Song im Hotel Imperial komponiert!

Emanuel Schulz über seine Tätigkeit für das Imperial und die speziell entwickelte Kompositionsmethode ‘Archetype Music’:

“Aufgrund der großen musikalischen Tradition ist es für mich eine sehr ehrenvolle Aufgabe, als Hauskomponist des Imperials arbeiten zu dürfen. Das Hotel knüpft damit an die Tradition der Auftragskomposition früherer Jahrhunderte an, Mozart zum Beispiel oder Haydn hätte ohne die reichen Adligen, die bei ihnen Musik bestellten, gar nicht überleben können. Bei mir liegen die Dinge zum Glück anders. Wohl macht es mir am meisten Freude, zu komponieren, aber ich leite auch die Mozart-Konzerte auf Schloss Stuppach. Nach meinem Musikstudium habe ich als Dirigent mit namhaften Orchestern und als Kapellmeister mit den Wiener Sängerknaben gearbeitet…

“Im Imperial sind es vor allem reiche Industrielle und Musikliebhaber, die hier logieren und eine auf ihren Charakter zugeschnittene Komposition wünschen – sozusagen eine Filmmusik für ihr Leben. Ich habe dafür ein System entwickelt, in dem ich die zwölf Grundtonarten und verschiedene Musikinstrumente den wichtigsten Archetypen nach C. G. Jung zugeordnet habe. Das sind unter anderen Mutter, König, Jungfrau, Kind, Künstler oder der alte Weise – Figuren, mit denen sich Menschen auf der ganzen Welt, unabhängig von ihrer Kultur, identifizieren. Die Violine zum Beispiel entspricht dem Mütterlichen, dem Herzen, sie ist ja auch das einzige Instrument, das beim Spielen in Herznähe aufliegt. Dynamik erzeuge ich mit Pauken. Hörner klingen weise, Harfen weiblich und heilig, Posaunen und Trompetentöne verkörpern Männlichkeit. Eine Flöte dagegen ist ein intellektuelles Instru- ment, ich ordne es dem Archetyp des Künstlers zu. Mozart hat übrigens ganz intuitiv archetypisch komponiert: Sein Flötenkonzert und die Arien des Papageno in der Zauberflöte sind in G-Dur. In meinem System ist das die »Künstler«-Tonart…”

“Der Kunde jedenfalls wählt aus zwölf kurzen Musikstücken, die ich ihm vorspiele, intuitiv diejenigen aus, die seinem Archetyp am besten entsprechen. Dieser Erbnistest dauert rund zwei Stunden, es folgt ein intensives Gespräch. Ich benutze dabei stets einen Synthesizer, mit dem ich unkompliziert Klangbeispiele geben kann. Nach der Sitzung entscheide ich, in welcher Tonart ich komponiere und welche Instrumente besonders zum Tragen kommen werden. Wenn meine Auftragskomposition nach etwa zwei Wochen fertig ist, lasse ich sie von Orchestermitgliedern der Wiener Philharmoniker im Studio auf CD einspielen..”

“Mehrfach habe ich sogar gehört, dass das persönliche Musikstück geradezu heilende Kräfte habe. Ein Kunde schrieb mir:  Wenn ich deprimiert bin, reicht es, ein oder zwei Mal meine Musik zu hören. Und schon geht es mir sehr viel besser!”

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